Die seit vielen Jahren unbewohnte Casa Portico in Moghegno im Maggiatal konnte im Herbst 2017 dank vom Schweizer Heimatschutz finanzierter Sofortmassnahmen vorerst vor weiterem Zerfall bewahrt werden. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal hat das alte Steinhaus in der Folge im Baurecht übernommen, um es sanft zu renovieren und später der breiten Öffentlichkeit für eine Feriennutzung zur Verfügung zu stellen.

Kurz vor dem Einsturz gerettet

Das ortsbildprägende Laubenhaus Casa Portico ist seit mehreren Jahrzehnten unbewohnt und befindet sich dementsprechend in schlechtem Zustand. Glücklicherweise wurde die vom Schweizer Heimatschutz gegründete Stiftung Ferien im Baudenkmal 2017 durch die STAN Ticino auf das wertvolle Gebäude aufmerksam und entschied, sich seiner anzunehmen. Das mittelalterliche Haus diente ursprünglich einerseits als Lagerhaus – was sich auch an dem im Hof zu findenen Erdkeller zeigt – wie auch als Wohnhaus. Der schmale, dreistöckige Bau ist eng mit den Nachbargebäuden verzahnt.
Die Stiftung Ferien im Baudenkmal übernimmt dem Verfall ausgesetzte historische Bauten von besonderem Wert, restauriert sie sanft und vermietet sie als Ferienwohnungen. Die innovative Verbindung von Denkmalpflege und Tourismus ermöglicht einen doppelten Gewinn: leer stehende und vom Verfall bedrohte Baudenkmäler erhalten eine neue Zukunft, die Feriengäste erleben einen Aufenthalt in einem aussergewöhnlichen Gebäude und werden für Baukultur sensibilisiert.

Weitere Arbeiten geplant

Das Steindach wurde durch Sicherungsmassnahmen, welche dank einer Spende in Höhe von 40'000 Franken des Schweizer Heimatschutzes vorgezogen werden konnten, vom Einstürzen bewahrt. Zur langfristigen Sicherung des Baudenkmals werden baldmöglichst weitere Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege angegangen. Die Stiftung wird das Laubenhaus mit grösstmöglicher Substanzerhaltung instand stellen; wo immer möglich wird die vorhandene Bausubstanz bewahrt und repariert. Ab März 2019 wird im Baudenkmal eine Ferienwohnung zu mieten sein.

Kontakt bei Rückfragen

Stiftung Ferien im Baudenkmal
Kerstin Camenisch, Geschäftsleiterin
kerstin.camenisch@magnificasa.ch

Ferien machen – Baudenkmäler erhalten

Weitere Fälle

Verlust / Leis ob Vals, GR

Skandalöser Abbruch eines Baudenkmals in Leis ob Vals

Am 28. November 2018 wurde das überregional bedeutende Baudenkmal «Hansjörisch Hus» mutwillig und während eines laufenden Unterschutzstellungsverfahrens zerstört. Der Bünder Heimatschutz erwägt gegen dieses skandalöse Vorgehen strafrechtliche Schritte einzuleiten und fordert einen umgehenden Baustopp.

Verlust / Wettingen, AG

Murihof – ein Fall von «Denkmalentsorgung»

Anfang Oktober 2018 wurde illegal, ohne Baufreigabe zwei Drittel des historisch bedeutenden «Murihofs» in Wettingen zerstört. Das Niederreissen des Ökonomieteils sowie des neueren Wohnungsanbaus kommt einem gravierenden Rechtsbruch gleich, den der Aargauer Heimatschutz nicht hinzunehmen gewillt ist.

Laufend / Zürich, ZH

«Tabula rasa» anstatt historischen Pfauensaal

Im Juli 2018 präsentierte der Zürcher Stadtrat Umbaupläne für das Theater am Pfauen. Das Schauspielhaus am Heimplatz soll modernisiert werden. Dem Projekt würde der historisch bedeutende Theatersaal Pfauen zum Opfer fallen. Die von der Stadt angeführten Gründe für die Preisgabe des Saals ist für viele nicht nachvollziehbar. Der Heimatschutz hat deshalb Rekurs eingelegt.

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