Aussenansicht (1967)
Grenzhofschulhaus mit Pausenplatz (1967)
Aussenbereich mit Brunnen (1967)
Schulzimmer (1967)
Aussenansicht (1967)
Aussenbereich (1967)
Ansicht Anlage mit Pausenhof (1967)
Gedeckter Aussenbereich (1967)

Im Herbst 2017 unterstützte das Luzerner Stadtparlament den Abriss der Schulanlage Grenzhof und den gleichzeitigen Ausbau der Schulanlage Rönnimoos in Littau. Für den Erhalt der als schützenswert eingestuften Anlage setzen sich seither Fachverbände sowie die kantonale Denkmalpflege ein. Wird die Stadt Luzern die wertvolle Schulanlage mit Park behalten?

Charakteristischer Schulhausbau der Nachkriegsmoderne

Als «Oase im Quartier» bezeichnet die Denkmalpflegerin Cony Grünenfelder die Schulanlage Grenzhof im Stadtteil Littau. Sie wurde zwischen 1964 und 1967 durch die Luzerner Architekten Friedrich E. Hodel und Hans U. Gübelin als Pavillon-Schulbau mit einer für die Zentralschweiz einmaligen Stahlskelettkonstruktion realisiert. Die Anlage gehört zu den schweizweit bedeutenden Vertreterinnen einer sogenannten «gebauten Pädagogik», eine Bewegung, die die kindergerechte Massstäblichkeit in den Vordergrund stellt. Das Freiraumkonzept der Anlage ist vorbildlich, vielfältig und dient neben seiner Funktion als erweiterter Unterrichtsraum auch als Kinderspielplatz, Quartierzentrum und öffentlicher Freiraum.

Luzerner Stadtparlament wartet mit Abbruchplänen (15.03.2018)

Grund für das Abrissgesuch

Durch die Fusion der Gemeinde Littau mit der Stadt Luzern im Jahr 2010 standen an der ehemaligen Stadt- bzw. Gemeindegrenze plötzlich zwei Schulanlagen zur Verfügung: die Schulhäuser Grenzhof und Rönnimoos.
Um Synergien zu schaffen und Kosten zu sparen, entschied die Stadt Luzern, das Schulhaus Grenzhof aufzugeben und abzubrechen und das Schulhaus Rönnimoos, im Rahmen von umfangreichen Umbau- und Sanierungsmassnahmen sowie einem Erweiterungsbau, entsprechend den neuen Bedürfnissen im Quartier aufzuwerten.

Kontakt bei Rückfragen

IG Baukultur der Moderne Zentralschweiz
baukultur@gmx.ch
Innerschweizer Heimatschutz
info@innerschweizer-heimatschutz.ch

«Aus fachlicher Sicht gilt die Schulanlage Grenzhof als besonders schutzwürdiges Kulturdenkmal von erheblichem architektonischem, städtebaulichem und landschaftsarchitektonischem Wert.»
Cony Grünenfelder, Denkmalpflegerin LU («Eine Oase im Quartier» in Karton, Architektur im Alltag der Zentralschweiz, Nr. 42, Mai 2018)

Es geht auch anders! Kantonsschule Baden: Der Bau wurde 2009 sensibel durch Burckhardt + Partner sowie Zulauf & Schmidlin instand gesetzt.
Es geht auch anders! Kantonsschule Baden: Der Bau wurde 2009 sensibel durch Burckhardt + Partner sowie Zulauf & Schmidlin instand gesetzt.
Es geht auch anders! Kantonsschule Baden: Der Bau wurde 2009 sensibel durch Burckhardt + Partner sowie Zulauf & Schmidlin instand gesetzt.
Gebauter Pädagogik droht der Abriss

Fachverbände wehren sich

Dank den Protesten der Fachverbände und einem angedrohten Boykott zur Teilnahme am Wettbewerb «Erweiterung der Schulanlage Rönnimoos» im Frühjahr 2018 entschied sich das Stadtparlament für einen Marschstopp (siehe Luzerner Zeitung). Die kantonale Denkmalpflege fordert die Unterschutzstellung und hat die Schutzwürdigkeit vertieft überprüft (siehe Luzerner Zeitung). Ein Entscheid der kantonalen Denkmalkommission über den Antrag der Unterschutzstellung ist noch offen.
Die IG Baukultur Zentralschweiz, der Zusammenschluss der Fach- und Planerverbände BSA (Bund Schweizer Architekten), IHS (Innerschweizer Heimatschutz), SIA (Schweizer Ingenieur- und Architektenverein) und SWB (Schweizer Werkbund), erachtet die Schulhausanlage Grenzhof aus folgenden Gründen im höchsten Masse für unverzichtbar: 

Argumentarium der IG Baukultur der Moderne Zentralschweiz zum Erhalt des Grenzhofschulhauses Luzern (PDF)
Argumentarium und Vorschläge der IG Baukultur zum weiteren Vorgehen (PDF)

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